Rohstoffbasis für den Bau des BAK Kriwoi Rog sind die Eisenquarzite der Skalevatsker Magnetit-Lagerstätte und der Veljarkinsker Vorkommen, die      beide   im Tagebau abgebaut werden. Für die Struktur des oxidischen Quarzite ist eine sehr feine Verwachsung der Eisenminerale charakteristisch, wodurch diese Erze sehr schwer aufbereitbar sind.

   Das Roherz wird aus den verschiedenen Tagebauen mit Zugeinheiten zum BAK transportiert und direkt in die Schütttrichter der Grobzerkleinerung entleert. Die maximale Stückgröße des Roherzes beträgt 1200 mm. In einer dreistufigen Zerkleinerung wird das Erz auf eine Körnung < 25 mm zerkleinert.

In der Grobzerkleinerung sind zwei Steilkegelbrecher, in der Mittelzerkleinerung sechs Flachkegelbrecher und in der Feinzerkleinerung sechzehn Flachkegelbrecher mit vorgeschalteten Siebmaschinen im Einsatz.

Das zerkleinerte Erz gelangt über Bandanlagen in das Homogenisierungslager und wird dort eingelagert, um die verschiedenen Erzqualitäten zu vergleichmäßigen. Vom Homogenisierungslager wird das Erz mit Trommelaufnahmegeräten über den gesamten Haldenquerschnitt gleichmäßig abgetragen und in das Gebäude der Mahlung und Nassmagnetscheidung gefördert.

In der 1. Mahlstufe wird das Erz in Kugelmühlen auf 70 % < 0,074 mm nass aufgemahlen. Die Mühlen arbeiten mit Doppelschraubenklassierern im Kreislauf. Das aufgemahlene Erz wird nach Passieren einer Schutzsiebung der 1. Magnetscheiderstufe zugeführt. Die Erztrübe fließt zunächst über Schwachfeldmagnetscheider, um den Magnetit (stark magnetisches Material) abzutrennen, da dieses bei der Starkfeldmagnetscheidung störend wirkt. Das aus den Schwach- und Starkfeldmagnetscheidern gewonnene Vorkonzentrat wird in die 2. Mahlstufe, welche mit Hydrozyklonen im Kreislauf arbeitet, gepumpt und auf 95 % < 0,045 mm aufgemahlen. Dann erfolgt eine zweistufige Eindickung der Mahltrübe in Hydrozyklonen und Lamelleneindickern.

Das eingedickte Zwischenprodukt wird einer 2. Magnetscheiderstufe ebenfalls wieder aus Schwach- und Starkfelderscheidern bestehend, aufgegeben.

Das auf 10,5 % Restfeuchte entwässerte Konzentrat kann über Gurtbandförderer im Konzentratlager gestapelt werden oder in die Pelletieranlage transportiert werden.

Eingelagertes Konzentrat wird mittels Schaufelradbagger aufgenommen und über Handanlagen in die Pelletieranalge gefördert. Es besteht auch die Möglichkeit, Konzentrat über den Konzentratbeladebunker direkt zu verladen.

Die Anlage für die Pelletierung ist für die Herstellung eines wertvollen und transportgünstigen metallurgischen Rohstoffes zur Verhüttung im Hochofen projektiert.

Es ist vorgesehen, das Erzkonzentrat der elften Sektion der Mahlung und Nassmagnetscheidung in der Industrieversuchssektion flotativ aufzubereiten.

Die Flotationsanlage arbeitet ebenso wie die anderen Aufbereitungsanlagen kontinuierlich. Es besteht die Möglichkeit, das Konzentrat (magnetisches Produkt) sowohl der ersten als auch der zweiten Magnetscheiderstufe zu flotieren.

Um einen entsprechenden Aufschluss zu gewährleisten, erfolgt in einer Kugelmühle eine Zerkleinerung auf 79 % < 0,045 mm.

Die Flotation besteht aus Grundflotation, Kontrollflotation und 4 Nachreinigungsstufen und erfolgt als indirekte anionische Flotation, d. h., dass die Berge (Quarzit) im Schauprodukt ausgetragen und das Fe-Konzentrat durch Zugabe von Chemikalien gedrückt wird.

Das in der Grundflotation gewonnene Fe-Konzentrat wird in der Kontrollflotation weiter angereichert, im Konzentrateindicker entwässert und auf Vakuumscheibenfiltern mit Dampfhauben auf eine Restfeuchte von ca. 10 % getrocknet. Es wird separat gelagert und verladen. Das Schaumprodukt aus der Grundflotation (Berge) wird in 4 Stufen nachgereinigt. Anschließend gelangen die Berge in den Flotationseindicker.

Ein Teil des Überlaufes des Flotationsbergeeindickers wird in die Wasserkonditionierungsanlage und von dort zurück in den Flotation gepumpt.

Der andere Teil gelangt in eine Flotationsmaschine. Es werden Reagenzien für die Neutralisation des Wassers zugegeben. Dieses neutralisierte Wasser führt man dem Eindicker Nr. 11 (für Konzentrationseindickung) und/oder dem Absetzbecken der Flotationsaufbereitung zu.

Der Austrag des Bergeeindickers wird weiter auf Vakuumscheibenfiltern entwässert und entweder per Lkw abtransportiert oder in das Absetzbecken der Flotationsaufbereitung eingeleitet. Für die Magnetscheidung und die Flotation bestehen zwei getrennte Wasserkreisläufe.

Zeitungsartikel 1 und 2

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